Diesen Satz prägte der Gründer der Christlichen Arbeiterjugend
(CAJ), des Jugendverbands der KAB, Josef Kardinal Cardijn. Er wurde zum
Leitspruch der Arbeit von KAB und CAJ.
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung ist DIE Arbeitnehmerbewegung der
katholischen Kirche, sie vertritt innerhalb und außerhalb der Kirche
die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die KAB in der Tradition
der "Katholischen Sozialen Bewegung", ist ein Mitgliederverband
und wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet und von hauptamtlichen
Bezirkssekretären betreut.
In Karlsruhe besteht die KAB aus den Ortsgruppen: St. Konrad, Mühlburg,
Neureut, Oststadt, Durlach, Grünwinkel, Liebfrauen und Daxlanden.
Die KAB ist ein Familienverband, denn eine Interessenvertretung für
Arbeitnehmer bleibt ohne die Belange aller Familienmitglieder zu berücksichtigen
immer unvollständig. Vor dem Hintergrund der kath. Soziallehre treten
wir an der Seite weiterer katholischer Verbände, wie z.B. dem Familienbund
und der Caritas, für eine soziale Gesellschaftsordnung ein, in der
Jeder seinen Platz finden kann.
Bildungsveranstaltungen werden immer für die ganze Familie angeboten,
wobei qualifizierte Kinderbetreuung bei uns ebenso selbstverständlich
ist, wie familiengerechte Teilnehmerpreise, die durch einen Familienhöchstbeitrag
auch Familien mit mehreren Kindern nicht höher belasten. Bei immer
größer werdender Bedeutung der Erwerbstätigkeit von Frauen
entstanden für die KAB völlig neue Probleme. Eine eigenständige
Frauenarbeit hat heute ihren festen Platz im Bezirk Karlsruhe. Die Zusammenarbeit
mit der Frauenbeauftragten der Stadt Karlsruhe ist dabei ebenso selbstverständlich,
wie die Zusammenarbeit mit den Frauengruppen im Bezirk Bruchsal. Diözesane
Frauentagungen mit arbeitsmarkpolitischen und gesellschaftlichen Themen
erfreuen sich großer Beliebtheit und ergänzen die Arbeit in
den Bezirken.
Abgerundet wird die Arbeit in Karlsruhe durch ein eigenständiges Programm
der KAB - Altenarbeit. Geplant und organisiert von den älteren Mitgliedern,
mit Unterstützung durch die KAB - Bezirksleitung, werden Themen angesprochen,
die Senioren besonders betreffen. Geselligkeit und Erfahrungsaustausch
haben dabei ebenso ihren Platz, wie Vorträge über Kunst, Architektur,
Gartenbau, Ratgeber im Alltag und gemeinsame Gottesdienste.
Im Jahr 1890 entstanden Arbeitervereine in Daxlanden, Eppelheim, Karlsruhe,
Mannheim, Murg a.R. und Wieblingen.
1891 wurde der katholische Arbeiterverein Karlsruhe gegründet.
Am 21. Januar 1892 wurde als 1. Diözesanpräses Domkapitular Dr.
Gutmann eingesetzt.
Im Februar 1895 wurde in Offenburg der Freiburger Diözesanverband
gegründet. 1897 war der Delegiertentag in Offenburg; zu dieser Zeit
bestanden bereits 51 Vereine mit 6500 Mitgliedern. Diese Vereine schlossen
sich 1898 dem Verband in München an.
1900 wurde zum erstenmal ein gedruckter Jahresbericht herausgegeben. Der
Diözesanverband bestand damals aus 109 Vereinen mit 14300 Mitgliedern.
Im Jahr 1904 besaß der Diözesanverband Freiburg 20441 Mitglieder
in 144 Gruppen und war damit der stärkste Diözesanverband im
süddeutschen Verband. Die nächst größeren waren damals
Regensburg mit 13688 Mitgliedern und Rottenburg mit 13603 Mitgliedern.
Heute hat der Diözesanverband Freiburg ca. 3400 Mitglieder.